Ein etwas anderer Jahresausblick – Meine Pläne für 2019

Zu jedem Jahreswechsel gehört ein Jahresrückblick und ein Blick nach vorne. Meinen Rückblick konntet ihr ja bereits vor ein paar Tagen lesen und nun wird es Zeit für den Blick nach vorne: meine Pläne und Ziele für 2019.

Allerdings fällt mein diesjähriger Ausblick ein wenig anders aus als in den vorherigen Jahren. Bislang habe ich mir mit dem jedem neuen Jahr große Ziele gesetzt. Wettkämpfe, die ich laufen wollte, Bestzeiten, die ich knacken wollte und Jahreskilometer, die ich erreichen wollte. Natürlich auch immer der Wunsch, verletzungsfrei zu bleiben und damit verbunden der Vorsatz, das Muskel-Knochen-Konstrukt mit Krafttraining und Stretching so gut wie möglich fit zu halten. Aber nachdem das letzte Jahr für mich gesundheitlich einige Hürden bereit hielt, sehen meine Ziele dieses Mal ein wenig anders aus.

MEINE ZIELE FÜR 2019

1. Meine Plantarfasciitis in den Griff bekommen

In meinem Jahresrückblick konntet ihr es bereits lesen und meine treuen Instagram-Follower dürfen sich mein Leid schon ein wenig länger anhören. Auch wenn ich zum Jahresende ein paar vorsichtige Laufkilometer absolvieren konnte, so ist mit meiner Plantarfasciitis an langes Laufen ohne Gehpausen noch lange nicht zu denken.

Daher ist ein großes Ziel, die Sehne endlich wieder fit zu bekommen und vor allem die Ursache für die Beschwerden herauszufinden. Denn nur so kann ich erneuten zukünftigen Problemen entgegenwirken und mit einem entsprechenden Training dafür sorgen, dass der Fuß nicht mehr so anfällig wird für diese Beschwerden. Denn Vorsicht ist besser als Nachsicht und ein regelmäßiges ausgedehntes Dehn- und Kräftigungsprogramm hat noch keinem Läuferfuß geschadet.

2. Nach meinen Lipödem-Operationen wieder fit werden

Als ich euch von meiner Lipödem-Diagnose berichtet habe, habe ich auch von der möglichen Behandlung in Form von einer bzw. mehreren Operationen geschrieben. Genau diesen Operationen werde ich mich ab Anfang Januar unterziehen, um langfristig hoffentlich schmerzfrei zu sein und dem Fortschreiten der Krankheit entgegenwirken zu können. Natürlich erhoffe ich mir dadurch auch wieder mehr Spaß und weniger Einschränkungen beim Laufen. Nicht Laufen zu können oder eben nicht so Laufen zu können, wie man es gewohnt ist, mag für viele wie ein Luxusproblem klingen. Für mich ist Laufen aber tatsächlich pure Lebensqualität und wenn es eine Möglichkeit gibt, diese zurück zu erlangen, dann lasse ich diese nicht unversucht.
In drei Operationen werden nacheinander Unterschenkel, Oberschenkel und Arme von den krankhaften, schmerzenden Fettzellen befreit. Wenn alles gut läuft, bin ich an Ostern durch mit dem Prozedere und darf leicht gehandicapt mit bandagierten Armen nach den Ostereiern suchen.

Aber natürlich werden die Operationen kein Spaziergang, auch wenn ich direkt danach alles tun und lassen darf, was mir gut tut (auch Sport und, wenn es keine Schmerzen bereitet, auch Laufen). Daher heißt es danach wieder auf die Beine zu kommen, das Training langsam wieder hochzufahren und Ausdauer und Kraft wieder aufzubauen. Insbesondere, da ich nach meiner 8-wöchigen Erkältungspause mit vereinzelten Sporteinheiten Ende 2018 einiges an Kraft und Ausdauer einbüßen musste, wird da doch einiges auf mich zukommen, um bis zum Sommer wieder dahin zu kommen, wo ich im Sommer letzten Jahres noch war.

3. Radfahren & Schwimmen intensivieren

Jedes Mal, wenn ich auf dem Rad unterwegs bin, frage ich mich, warum ich das nicht häufiger mache. Zusätzlich habe ich während meiner Laufpause dank der Plantarfasciitis das Schwimmen wieder für mich entdeckt. Beides möchte ich daher vermehrt ausüben. Und wer weiß, vielleicht steht ja dann doch irgendwann mein langjähriger, leiser Wunsch einer Triathlon-Teilnahme auf dem Plan.

Auf jeden Fall kommt ein ausgeglicheneres Training, wie es ein Triathlon-Training im Gegensatz zu einem reinen Lauftraining nun einmal ist, dem Körper sehr zu Gute. Die Muskeln und Sehnen werden nicht so einseitig belastet, so dass es weniger schnell zu Überlastungsproblemen und Dysbalancen der Muskulatur kommt.

LAUFVERANSTALTUNGEN & WETTKÄMPFE

Normalerweise ist dieser Punkt einer der hauptsächlichen Bestandteile meiner Jahresplanung. Aber in 2019 rücken Wettkämpfe für mich ein wenig in den Hintergrund, denn vorrangig wird es mir darum gehen, wieder richtig fit zu werden und mein Laufpensum dem der Zeit vor meinen Wehwehchen anzugleichen, was bereits eine große Herausforderung sein wird.

Dennoch gibt es ein paar Wettkämpfe, die auch für mich jetzt schon auf der Agenda für 2019 stehen. Zum einen, da es sich um (teilweise jahrelange) Pflichtveranstaltungen vor der eigenen Haustür handelt, die ich nicht verpassen möchte. Zum anderen, da ich mich hochmotiviert schon im Sommer vor der Plantarfasciitis-Odysee und der Planung der Operationen dafür angemeldet habe.

31. März 2019: Venloop Halbmarathon, Venlo (NL)
07. April 2019: Berlin Halbmarathon
16. Juni 2019: EVL Halbmarathon, Leverkusen
13. Oktober 2019: Köln Halbmarathon

Ob ich an den Läufen teilnehmen kann oder nicht, wird sich zeigen. Ich werde einfach alles auf mich zukommen lassen und sollte meine körperliche Verfassung zum entsprechenden Zeitpunkt nicht für eine Wettkampfteilnahme reichen, dann werde ich meinen Platz an diesem Tag eben neben die Strecke verlagern und die Läufer tatkräftig anfeuern.

Was eine erneute Marathonplanung angeht, nachdem ich mein Ziel Marathon in 2018 leider begraben musste, halte ich es ganz Kölsch “Et kütt wie et kütt”. Wenn überhaupt käme für mich nur ein Herbstmarathon zustande, daher werde ich frühestens im Frühsommer darüber nachdenken, was der Herbst 2019 für mich bereithalten soll.

In diesem Sinne wünsche ich euch nun ein frohes neues Jahr! Bleibt gesund und lernt eure sportlichen Leistungen mehr zu schätzen, denn es ist definitiv keine Selbstverständlichkeit.

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