Sportpause! Was nun?

Auch wenn es bereits wieder aufwärts geht, in den ersten Monaten des Jahres ist die Erkältungszeit traditionell im vollen Gang und auch mein Immunsystem ließ mich Anfang des Jahres für mehrere Wochen im Stich, so dass ich durchgängig am kränkeln war und nicht wieder richtig fit geworden bin. Daher habe ich die Zeit genutzt und euch ein paar Tipps zum Thema Sportpause und wie man sie überleben kann zusammengestellt.

Der Begriff “Sportpause” ist für die meisten Sportler – egal ob Freizeit- oder Leistungssportler – erst einmal die Horrorvorstellung schlechthin. Schwindende Muskulatur und sich verabschiedende Ausdauer. Völlig irrationale Gedankengänge, die einem bei einer Ruhepause die länger als einen Tag andauert durch den Kopf gehen.

Es ist wichtig eine notwendige Sportpause für sich anzunehmen und konsequent einzuhalten. Andernfalls gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Sportpause zieht sich unnötig in die Länge oder die gesundheitliche Situation verschlimmert sich so sehr, dass es mit einer einfachen Sportpause zum Auskurieren nicht getan ist. Daher – auch wenn es schwer fällt – sobald euer Körper euch schon die Warnsignale sendet, hört darauf und tretet erst einmal etwas kürzer.

PLÄNE SCHMIEDEN

Um sich während der Zwangspause bei Laune zu halten und vor allem auch optimistisch nach vorne zu sehen, bietet sich die freie Zeit an um Pläne zu schmieden. Ist die Laufsaison schon geplant? Welche Wettkämpfe stehen auf der Agenda? Welche Ziele sollen in diesem Jahr noch unbedingt erreicht werden und welche Veranstaltungen bieten sich dafür an?
Und wenn all das schon klar sein sollte, kann man die Zeit für die Planung des Trainings nutzen. Entweder stellt man sich selbst einen Trainingsplan zusammen oder lässt sich von den unzähligen Vorschlägen im Internet oder in einschlägiger Literatur inspirieren.

Bei vielen fällt die Erkältungszeit Anfang des Jahres mit der Wettkampfplanung für das neue Jahr überein. Also ein optimales Timing um nicht die Bettdecke über den Kopf zu ziehen, sondern nach vorne zu schauen und an die Zeit nach der Sportpause zu denken.

REGENERATIVE BEWEGUNG

Je nachdem wie doll es einen erwischt hat, fristet man im schlimmsten Fall sein Dasein sowieso erst einmal nur im Bett oder auf der Coach. Sobald es dann aber wieder bergauf geht, sollte man sich zu leichten körperlichen Betätigungen aufraffen. Auch wenn ein kurzer Spaziergang nicht mit einem Tempolauf über 5 km gleichzusetzen ist. Aber auch ein wenig leichte Bewegung an der frischen Luft kann Wunder bewirken und vor allem die Laune heben.

Sobald man sich wieder etwas fitter fühlt, kann man sich auch an Mobility Training oder Yoga wagen. Das viele Sitzen, Liegen oder noch schlimmer “Halbliegen” während man krank ist, ist ein Graus für die Muskulatur. Daher sollte man die Zeit vor dem Wiedereinstieg ins Training nutzen, um seinen Muskeln und Sehnen etwas Gutes zu tun. Ihr werdet sehen, dass es euch nach einer solchen Einheit schon um einiges besser gehen wird und ihr euch wieder etwas beweglicher und fitter fühlen werdet.

Insbesondere wenn nicht eine Erkältung oder ähnliches Grund für die Pause ist, sondern eine Verletzung die nur bestimmte Körperteile betrifft, ist es wichtig nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Auch wenn man möglicherweise nicht sein gewohntes Sportprogramm abspulen kann, gibt es unglaublich viele Alternativen. Diese gilt es herauszufinden, um so die körperliche Fitness bestmöglich aufrecht erhalten zu können. Und wer weiß, vielleicht findet man auf diese Weise eine neue Lieblingssportart, an die man sich im Stress des Trainingsalltags nie herangewagt hätte.
Wichtig ist aber auch hier, immer auf den Körper zu hören und im Zweifelsfall Rücksprache mit dem Arzt, Physiotherapeuten oder einem ausgebildeten Trainern zu halten.

DIE GUTEN SEITEN EINER ZWANGSPAUSE NUTZEN

So lange man fit ist und ohne Probleme seinen Trainingsalltag bestreiten kann, gibt es tausende Dinge für die neben Arbeit und sonstigen Verpflichtungen keine Zeit mehr bleibt. Daher sollte man auch die guten Seiten an einer Zwangspause erkennen und für sich nutzen. Also bestenfalls die Pause annehmen, sich nicht ärgern und die Zeit, die man sonst für den Sport aufwendet, für ruhigere Aktivitäten verwenden.

NICHT ZU FRÜH ZU VIEL WOLLEN

Sobald es wieder bergauf geht und der Körper grünes Licht zum Wiedereinstieg ins Training signalisiert, heißt es Ruhe bewahren. Direkt wieder dort einzusteigen, wo man vor der Sportpause aufgehört hat, wäre absolut falsch und provoziert nur einen Rückfall. Man muss dem Körper unbedingt die Möglichkeit geben sich langsam wieder an die Belastung zu gewöhnen und auf das Level vor der Pause heranzutasten.

Im Normalfall ist man nach ein paar Trainingseinheiten wieder ganz gut im Training. Und manchmal kann man dann sogar die erfreuliche Erkenntnis machen, dass die Pause nicht geschadet, sondern dem Körper gut getan hat und man nun wieder voller Tatendrang neue Trainingsreize setzen kann. #comebackstronger

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